von Harro von Reuss

Bekanntermaßen gibt es eine semantische Lücke im Verständnis zwischen Business und IT. Die wird definiert als "bedeutungsbezogener Unterschied zwischen zwei Beschreibungen eines Objekts, der dadurch entsteht, dass verschiedene Repräsentationsformen (Sprachen) gewählt werden"(Auszug aus Wikipedia). Oder: Unterschiede, die sich aus unterschiedlichen Erfahrungs-Sphären des Betrachters ergeben (z. B. Bewährtes, Innovation). Oder: Unterschiede in der Sichtweise, die sich aus der Betrachtung unterschiedlicher Rollen ergeben. Oder, oder, oder ....

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von Peter Uffelmann

Noch vor 20 Jahren kannten die Wenigsten von uns Begriffe wie „Working Space“, „Innovation Lab“, „Barcamps“, „Enterprise 2.0“, Industry 4.0, „Internet der Dinge“, „Scrum“, „agiles Projektmanagement“ oder „Design Thinking“.

Heute gehören sie zum selbstverständlichen Vokabular der sogenannten digitalen Revolution. Zwischen Heilserwartung und Dämonisierung sind die Unternehmen zunehmend aufgefordert, ihre Geschäftsmodelle, ihre Organisation, ihre Prozesse und vor allem ihre Führungsmodelle digital auszurichten. Dabei meint der Begriff Digitalisierung einen durch technologische Entwicklung getriebenen Transformationsprozess, der gleichermaßen weitreichende strategische, organisatorische und mehr noch soziokulturelle Veränderungen einbezieht.

Digitalisierung ist somit nicht so sehr eine weitere technische Neuerung, sondern vielmehr eine bestimmte Art und Weise, Veränderungsprozesse in Unternehmen zu steuern.

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von Thomas Algermissen

 

LEAN Management ist eine Disziplin zur Vermeidung (mindestens weitgehende Reduzierung) von Verschwendungen im Unternehmen. Dabei ist grundsätzlich alles als Verschwendung anzusehen, was keine eigene Wertschöpfung erzeugt bzw. als Leistungsergebnis nicht vom Kunden honoriert wird (bzw. würde).

LEAN kennt dabei 7 Verschwendungsarten:

  • Überproduktion
  • Bestände
  • Transport
  • Wartezeit
  • Aufwändige Prozesse
  • Lange Wege
  • Fehler

Ungenutzte Ressourcen, Assets und Fähigkeiten sind ebenso als Verschwendung im Sinne von LEAN anzusehen.

LEAN ist der intendierte Zustand eines Unternehmens, d. h. schlank, beweglich, effizient. Management ist die Tätigkeit zur Herstellung dieses Zustandes. Dazu gibt es Methoden und Werkzeuge,

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von Thomas Algermissen

Hauptziele in Projekten sind neben der Erfüllung der Projektanforderungen – Scope, Budget, Qualität - eine optimale Durchlaufzeit und hohe Termintreue.

Die optimale Durchlaufzeit setzt voraus, dass die geplanten Ressourcen effektiv eingesetzt werden und dass die Aufgabensteuerung zielorientiert erfolgt. Über die professionelle Planung soll dann die Terminerreichung sichergestellt werden. Hilfsmittel dazu sind Schätzungen auf Expertenebene in Kombination mit der Schaffung von Puffern im Sinne von Sicherheitszuschlägen.

Die Frage ist aber, ob diese Ansätze geeignet sind, um die Projektziele zu gewährleisten.

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von Theodor von Verschuer

Die besten Ideen werden im Dialog zwischen Prozessoptimierern und Praktikern entwickelt und in der Praxis optimiert:

Zum Beispiel: Ein Büroartikellieferant ist stetig gewachsen und nun ist sein Lager über 3 Geschosse eines Gebäudes verteilt, welches  ursprünglich einmal Firmenverwaltung (obere Etagen) und Lager (EG) beherbergte. Es wird auf den Ebenen in Kunststoffbehälter kommissioniert, mit denen Kommissionierwagen zu Beginn der Kommissioniertour bestückt werden. Die Kommissionierwagen werden im Erdgeschoss in ein Regal entladen. Sobald alle Kunststoffkästen einer Lieferung im Regal sind, werden die Pack- und Versandpapiere gedruckt, mit denen die Ware zum Versand bereitgestellt wird.

Der Prozessoptimierer sagt: „Neubau auf der grünen Wiese, alles in eine Ebene, direkt in den Versandkarton kommissionieren (Pick&Pack)“.

Der Praktiker sagt: „Wo ist die Wirtschaftlichkeit beim Neubau? Pick&Pack kann uns aber helfen, schneller zu werden und bei gleicher Lagergröße weiter zu wachsen.“

Der Prozessoptimierer sagt:

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von Thomas Algermissen

Veränderung findet statt, mit oder ohne uns!

Change-Management ist ein vielbenutzter Begriff und kann sich auf viele Gebiete beziehen: ob Veränderungen in technischen Systemen oder in Bezug zu organisatorischen Veränderungen; von der Änderung der Firmenkultur bis hin zur Neugestaltung von Geschäftsmodellen und –prozessen.

Fakt ist, und darüber sind sich die Spezialisten einig, dass es ohne einen Auslöser keine Veränderung gibt. Dieser Auslöser kann außerhalb der eigenen Einflusssphäre entstehen, oder innerhalb. Er kann passiv auftreten – also ohne eigenes Hinzutun – oder aber aktiv gesteuert werden.  Die Evolution ist dafür ein gutes Beispiel.

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von Thomas Algermissen

Projekte stehen heute immer mehr im Spannungsumfeld von Business, Management, Prozessen und (ERP-)Technologie. Dort entscheidet sich, welche Maßnahmen und Innovationen als Wettbewerbsvorteil umgesetzt werden können bzw. welche unveränderbaren Ist-Situationen zum Nachteil des Unternehmens gereichen.

Gleichwohl sind diese Rahmenbedingungen einem permanenten Wandel und einem hohen Zeitdruck unterworfen. Das stellt große Herausforderungen für die Umsetzungskraft des Unternehmens dar.

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von Theodor von Verschuer

Die in heutigen IT-Systemen angewendeten Regeln für die Disposition wurden in den 50iger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt, in den 60igern codiert, seit den 70igern aktiv verbreitet und bis heute nicht mehr wesentlich angepasst.

Diese Regeln basieren darauf, dass entweder aus dem Verbrauchsverhalten in der Vergangenheit der Bedarf in der Zukunft vorhergesagt werden kann oder die Beschaffung erst dann organisiert zu werden braucht, wenn der Kundenauftrag im Hause ist. Ersatzweise wird anstelle des Kundenauftrags aus der Jahresplanung ein Planauftrag abgeleitet.

Die Anforderungen an die Disposition haben sich mit der Entwicklung der Märkte hin zu kürzeren Produktlebenszyklen und höherer Variantenvielfalt geändert. Es ist wichtiger, das „richtige“ Material in ausreichender Menge verfügbar zu haben (um Marktchancen wahrnehmen zu können) als die Bestände zu minimieren (um Kapitalbindung und Lagerkosten zu minimieren).

Beim Einsatz der klassischen Dispositionsverfahren führt die Entwicklung aber zu folgenden Sachverhalten:

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von Thomas Algermissen

Dass das Business und die IT einem permanenten Wandel unterzogen sind, ist wahrlich nichts Neues. Dass man den Wandel in Projekten vollzieht, eigentlich auch nicht. Dass man ein Anforderungs-Management braucht, ist also auch klar.

Doch nicht in allen Projekten ist das auch Realität! Häufig fehlt gerade die Anforderung als verbindendes Element zwischen dem, was erwartet wird und dem, was geliefert werden soll.

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von Thomas Algermissen

Nachfolgend eine kurze Sichtweise auf das Thema Performance-Management:

Ausgehend von den Wortbestandteilen möchte ich erst einmal die Bedeutung herleiten, um dann den Zusammenhang und die Wirkung herzustellen.

Management ist ein Funktionsbereich, welcher die Planung, Organisation, Führung und Kontrolle umfasst und damit auch die Rahmenbedingungen für die Aufgabe des Managements (Leitungsaufgabe) stellt.

Performance im Management-Sinne ist die Erfüllung einer vorgegebenen Leistung. Leistung kann in diesem Kontext als das Verhältnis von Output zu Input verstanden werden.

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